Neuigkeiten aus der Forschung: Ein Bakterienstamm kann dem Stressessen entgegenwirken

Eine Forschergruppe vom APC Microbiome Ireland hat zunächst in Laboruntersuchungen beobachtet, dass der Bakterienstamm Bifidobacterium longum APC1472 die Signalübertragung des Hungerhormons Ghrelin abschwächen kann (über den sog. GHSR-1a Signalweg) (1).

In einer kürzlich veröffentlichen Publikation zeigten die Forscher nun, dass in adipösen Mäusen die Einnahme von Bifidobacterium longum APC1472 mehrere Adipositas Marker verbessert (2). Ähnliches wurde auch in übergewichtigen und adipösen Menschen beobachtet: Eine 12-wöchige Einnahme von Bifidobacterium longum APC1472 hat eine Reduktion des Blutzuckerspiegels bewirkt, die der Ausbildung von Diabetes Typ 2 entgegenwirken kann. Zudem konnte Bifidobacterium longum APC1472 in Adipösen die Cortisol-Aufwachreaktion normalisieren.

Im Mausmodell hat Bifidobacterium longum APC1472 auch den BMI und den Körperumfang der adipösen Tiere verringert, bei Untersuchungen mit Menschen wurde das aber nicht beobachtet.

Unser Fazit: Schöner Forschungsansatz und Bifidobacterium longum APC1472 hat Potential entlang der Darm-Hirn-Achse dem Stressessen entgegenzuwirken.

Zur Literatur